Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das Leben hindurch.

- Franz Grillparzer


So, oder so ähnlich denken wohl auch die Jungs von d3i, den kreativen Köpfen hinter der iPhone-App Momento, “a unique approach to diary writing”.

Früher vertraute man all seine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse seinem Tagebuch an. Ein paar Blätter Papier, die einem ohne Widerwillen und stillschweigend bei der Verarbeitung guter und schlechter Zeiten zur Seite standen.

Heutzutage erledigt das eben – wie so vieles – das iPhone, bzw. der iPod touch.

Momento erweist sich hierbei als ausgesprochen gelungene Umsetzung eines Tagebuchs.
Die Tagebucheinträge nennt man hier “Momente”. Diese lassen sich sehr einfach erstellen und/oder aus den Feeds seiner sozialen Netzwerke importieren.

So entsteht eine Zeitleiste, auf der sich alle Einträge nachschlagen lassen und man sogar gezielt nach Begriffen suchen kann. Nach Datum geordnet, lässt sich auch in der Kalenderansicht nach bestimmten Momenten suchen.

Will man nun selber einen Eintrag schreiben, ist dies nicht nur auf die paar Wörter seiner Gedanken beschränkt. Man kann zusätzlich angeben, welche Personen, Orte und Ereignisse man damit verbindet. Dies natürlich absolut intuitiv durch die Adressbuch-Integration und die Möglichkeit, sich orten zu lassen. Wahlweise lassen sich auch Bilder hinzufügen, entweder von seiner Fotosammlung oder von der Kamera des iPhones. Zudem lassen sich Einträge bewerten.
Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt und machen die App zu mehr als nur einem Tagebuch-Ersatz.

Wie bereits erwähnt lassen sich auch Einträge von sozialen Netzwerken importieren. Hier stehen momentan Twitter, FacebookFlickr und Last.fm zur Auswahl. Tumblr wird leider (noch) schmerzlich vermisst.

Um die Feeds zu importieren gibt man in der Applikation seine Zugangsdaten an und bei jedem Programmstart sucht Momento nach Updates und fügt diese dann in die Zeitleiste ein. Leider lassen sich die importierten Momente nicht mehr nachträglich mit Orten oder Personen verbinden.

Wie bei einem richtigen Tagebuch mit Schloss, kann man hier einen vierstelligen Zahlencode zum Schutz vor neugierigen Blicken eingeben. Dieser wird beim Start von Momento abgefragt.

Was auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die Aufmachung des Programms. Wunderschönes Design, viel Liebe zum Detail und die sehr intuitive Bedienung machen einfach Spaß beim Erstellen und Nachlesen von “Momenten”.

Auch wenn ich noch nie ein Tagebuch-Schreiber war und es wohl auch nicht mehr werde, habe ich durchaus Gefallen an Momento (2,39€, Affiliate) gefunden und möchte es mittlerweile nicht mehr missen.

 

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