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Als ich mit dem Aufbau meiner neuen Webseite fast fertig war, wusste ich noch nicht so recht, wie ich mein neuestes Projekt veröffentlichen sollte. Einfach eine Rundmail mit dem Link und ein paar Worten zur Erklärung zu schreiben, war mir zu langweilig. So kam mir die Idee, der Veröffentlichung einen kurzen - nicht ganz ernst gemeinten
- Trailer beizulegen, um diese Seite entsprechend zu präsentieren.
Videobearbeitung war gedanklich für mich immer mit sehr viel Aufwand und Frust verbunden und so hatte ich dieses Thema eigentlich schon ad acta gelegt. Erst mit dem Umstieg von Windows auf Mac kam mit der Zeit auch wieder das Interesse zurück.
Die Kunst liegt wohl darin, auf der einen Seite eine umfangreiche und qualitativ hochwertige Videobearbeitung zu ermöglichen, auf der anderen Seite aber eine intuitive, übersichtliche Bedienoberfläche zu bieten, die es Einsteigern leicht macht, eigene Ideen zu verwirklichen. Zu diesem Klientel gehöre auch ich, denn von Videobearbeitung habe ich – wie bereits erwähnt – so gut wie keine Ahnung und auch die Anzahl meiner diesbezüglichen Projekte lässt sich an einer Hand abzählen.
Mac-Usern steht für derartige Aufgaben eine großartige Software-Palette zur Verfügung, mit der sogar Anfänger wie ich spielend leicht zurecht kommen. In diesem Fall ist es iMovie ’09, Bestandteil des iLife ’09-Pakets.
Die Oberfläche ist sinnvoll und klar in einzelne Bereiche eingeteilt, damit man nicht den Überblick verliert. Links oben befindet sich die Zeitleiste mit allen Informationen, wann was abgespielt wird. Dort lassen sich direkt Änderungen vornehmen, teilweise wird auch der Bereich links unten z.B. für präzises Schneiden genutzt. An dieser Stelle befindet sich ansonsten die Übersicht aller nutzbaren Video-Sequenzen, die per Drag & Drop in die Zeitleiste eingefügt werden können.
Rechts daneben ist der Bereich, der alle anderen Medien bereitstellt. Audio-Dateien können direkt aus iTunes importiert werden, außerdem verfügt iMovie bereits über eine große Datenbank an Sound-Effekten. Zu Beginn der Arbeit habe ich mir eine Audio-Sequenz aus meiner iTunes-Bibliothek herausgesucht und das Bildmaterial nach und nach auf der Zeitleiste daran angepasst.
Fotos können direkt aus iPhoto importiert werden. Damit zeigt sich auch einer der großen Vorteile der Software: Vorausgesetzt man nutzt iTunes, iPhoto etc. hat man alles was man braucht in einem kleinen, aber übersichtlichen Bereich und muss nicht ständig zwischen Programmen hin- und her wechseln. Das macht die Arbeit unkompliziert und schnell.
Um die Filme zu verfeinern stellt das Programm auch Übergänge, Texteffekte und Hintergründe zur Verfügung, die bei meinem Projekt extrem wichtig waren. Der Trailer besteht ursprünglich nämlich aus keiner einzigen Video-Sequenz. Der erste Teil sind Texteffekte mit Hintergrund, die Webseite wird mit Screenshots dargestellt und erhalten ihre Bewegung mit dem Ken-Burns-Effekt, genau so das Logo und die anschließende Web-Adresse.
Zu guter letzt beherbergt iMovie rechts oben eine Vorschau, die immer die Stelle anzeigt, an der man gerade arbeitet. Der Film lässt sich von jeder beliebigen Stelle abspielen und ermöglicht es, z.B. schnell zu sehen, was die letzte Änderung bewirkt hat. Auch hier ist es von Vorteil, dass kein neues Fenster aufgeht.
Das alles ist allerdings nicht ganz ohne Folgen: iMovie beansprucht enorm viel Rechenleistung und bringt meinen iMac ziemlich an seine Grenzen, was sich negativ auf die Performance auswirkt. Dem muss man allerdings zu Gute halten, dass das gute Stück auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat.
Hat man seinen Film fertiggestellt, bietet iMovie mehrere Wege an, diesen zu veröffentlichen. Man kann ihn direkt nach iTunes exportieren, oder in viele andere Dateiformate verwandeln. Oder man lädt ihn direkt zu Youtube hoch. Das alles kann man dann noch durch das Anpassen der Qualität etc. an die eigenen Wünsche anpasssen – sehr schön.
Alles in allem habe ich an diesem 50-Sekunden-Film etwa 3 Stunden gearbeitet. Das hört sich erstmal viel an, aber als Einsteiger ohne konkreten Plan, was ich machen will, ist das ganz ok.




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